Die Leitweg-ID einfach erklärt
Wer eine Rechnung an eine deutsche Behörde stellt, kommt an ihr nicht vorbei: Die Leitweg-ID ist die Adresse, mit der eine XRechnung innerhalb der öffentlichen Verwaltung an die richtige Stelle geleitet wird.
Aufbau der Leitweg-ID
Eine Leitweg-ID besteht aus bis zu drei Teilen, getrennt durch Bindestriche: der Grobadressierung (Bundesland oder Bund, z. B. „04“ für Bremen oder „991“ für Bundesbehörden), einer optionalen Feinadressierung für die konkrete Dienststelle und einer zweistelligen Prüfziffer. Beispiel: 04011000-1234512345-06.
Wo bekomme ich die Leitweg-ID her?
Vom Auftraggeber. Behörden nennen ihre Leitweg-ID in der Bestellung, im Auftrag oder auf Anfrage — es gibt kein öffentliches Gesamtverzeichnis. Wenn Sie einen öffentlichen Auftrag erhalten, gehört die Frage nach der Leitweg-ID in Ihre Auftragsbestätigung.
In welches Feld gehört sie?
In der XRechnung gehört die Leitweg-ID in das Feld Käuferreferenz (BT-10, in UBL: cbc:BuyerReference). Die deutsche Geschäftsregel BR-DE-15 macht dieses Feld zur Pflicht — deshalb verlangt auch unser Generator immer eine Käuferreferenz.
Und im B2B-Geschäft, wo es keine Leitweg-ID gibt? Dann tragen Sie eine mit dem Kunden vereinbarte Referenz ein: Bestellnummer, Kundennummer oder Projektkennung. Manche Systeme akzeptieren auch schlicht „n/a“ — besser ist eine echte Referenz, die dem Empfänger die Zuordnung erleichtert.
Häufige Fehler
- •Leitweg-ID im falschen Feld (z. B. in den Notizen statt in BT-10)
- •Tippfehler — die Prüfziffer fliegt beim Empfänger-Validator auf
- •Käuferreferenz komplett weggelassen: Rechnung wird wegen BR-DE-15 abgelehnt
Unser Generator setzt die Leitweg-ID automatisch in das richtige Feld.
XRechnung an Behörde erstellen